Eine Zeitlang in Gemeinschaft Abstand vom Alltag nehmen, um sich selbst näher zu kommen: Das versuchen die jungen Menschen, die der Film „Folktales“ in die norwegischen Finnmark begleitet. Unterstützung erhalten sie durch gute Lehrer:innen – und Schlittenhunde.
Die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sich an der Pasvik Volkshochschule im nördlichen Norwegen zusammenfinden, 200 Meilen entfernt vom Polarkreis. Die Folkehøgskole ist ein neun Monate dauerndes Bildungsangebot, das Menschen im Anschluss an ihre reguläre Schullaufbahn in Anspruch nehmen können. Sozusagen ein Bufdi ohne Dienst, das zum Teil vom Staat finanziert wird.
Auch Menschen aus dem Ausland können es nutzen – wenn sie kein Stipendium erhalten, müssen sie die Kosten selbst tragen. Etwa 400 solcher Schulen gibt es in Skandinavien, mit Schwerpunkten wie Zirkuskunst, Überleben in der Wildnis oder dem Training mit Schlittenhunden. Letzteres zeichnet die Einrichtung in Pasvik aus, die sich die Regisseurinnen Heidi Ewing und Rachel Grady als Schauplatz ihres Films ausgesucht haben. Gefunden haben sie dort auch drei Protagonst:innen, die man schnell ins Herz schließt.