Die ersten vier Doppelseiten von Trixi. Es flattert im Flieder gehören einem rasanten Flug. Zunächst ist nur der rosafarben eingezeichnete Weg der Protagonistin zu sehen, bis wir sie auf der fünften Doppelseite in Gänze zu Gesicht bekommen. Mit einem BROMMM in Versalien zieht Trixi an Häuserfassaden, Menschen und anderen Insekten vorbei, bis sie schließlich – SLURP – Blüten findet, an denen sie sich laben kann. Gedanklich ist das Taubenschwänzchen vor allem bei seiner Lieblingsspeise: Flieder. Dafür verliert es schon mal den Kopf und lässt alles links liegen.
Linda Schwalbes Kindercomic besticht wie auch ihre Bilderbücher durch eine raumergreifende, unverwechselbare Bildsprache. Die Künstlerin abstrahiert die Darstellungen von Menschen, Tieren und Gegenständen auf Grundformen, die mit kräftigen Farben ein Augenschmaus sind, aber auch genaues Schauen erfordern. Der Text ist reduziert, findet fast ausschließlich in Sprechblasen und Soundwörtern und nur selten in Untertiteln statt. Linda Schwalbes Buch ist ein durchaus anspruchsvoller Comic – insbesondere für Erwachsene, die das Bilderlesen eine Weile vernachlässigt haben.