Vor einiger Zeit erhielt ich von Javier Sobrino eine Interviewanfrage für die Revista Peonza, ein renommiertes spanisches Magazin, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1986 der Kinder- und Jugendliteratur widmet. Neben sorgfältig recherchierten Artikeln und Buchrezensionen werden in jeder Ausgabe auch Künstlerinnen und Künstler vorgestellt – und ich fühlte mich sehr geehrt, dass die Redaktion dabei an mich gedacht hatte.
Javier ist selbst Autor und kannte meine Arbeiten bereits seit dem Erscheinen meines ersten Bilderbuchs El Principio, das damals in Spanien beim Verlag Kalandraka veröffentlicht wurde.
Eine seiner Interviewfragen lautete: „Was magst du besonders an deinem Beruf?“ Ich erzählte von meinem lichtdurchfluteten Arbeitszimmer, vom Zeichnen bis tief in die Nacht, vom Erfinden neuer Geschichten – und von der Möglichkeit, mit Kindern und für sie zu arbeiten.
Was ich jedoch ganz besonders liebe, ist die Verbindung zu anderen Kulturen: Meine Bilder und Geschichten reisen um die Welt, und manchmal darf ich sie begleiten. So führten sie mich bereits an beeindruckende Orte wie Seoul, Peking, Sharjah und Istanbul.
Und ganz ehrlich: Diese Erfahrungen, der Austausch über Kinderliteratur mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Verlagen sind für mich von unschätzbarem Wert.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht ahnen, dass mir die Revista Peonza wenige Jahre später meine allererste Reise nach Spanien ermöglichen würde. Von dieser Reise möchte ich heute erzählen.