Deutscher Jugendliteraturpreis 2026: Die Nominierten

Soeben wurde im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf der Großen Bühne in Halle 5 die Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 vorgestellt. Im Bereich Jugendbuch gibt es diesmal zwei Überschneidungen zwischen der Auswahl der Kritiker- und der Jugendjury. Wer in den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sowie bei der Jugendjury gewinnt, wird am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben. Für den Sonderpreis Neue Talente sind drei Autor:innen vorgeschlagen. Die Nominierten im Überblick:  

Bilderbuch

Kinderbuch

  • Ayşe Klinge, Der Zahn (Kibitz)
    Ab 9
  • Mareike Krügel/Anna Schilling, Inseltage mit Rosa (Beltz & Gelberg)
    Ab 9
  • Anna Maria Praßler/Theresa Strozyk, Keine Party ist auch keine Lösung (Klett Kinderbuch)
    Ab 9
  • Will Gmehling/Jens Rassmus, Der Sternsee (Peter Hammer)
    Ab 10
  • J.P. Rose, Birdie. Eine Freundschaftsgeschichte (Insel, aus dem Englischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina)
    Ab 10
  • Annika Scheffel, Wanda (Thienemann)
    Ab 11

Jugendbuch

  • Maja Nielsen, Das falsche Leben (Gerstenberg)
    Ab 13
  • Haus der Geschichte NRW, Philipp Abresch, Tobi Dahmen, Jakob Hoffmann (Hrsg.)/Julia Bernhard, Tobi Dahmen, Melanie Garanin, Mikael Ross, Volker Schmitt, Julia Zejn, Stell dir vor! Comics über die Nachkriegszeit (avant)
    Ab 14
  • Delphine Minoui, Badjens (Orlanda, aus dem Französischen von Astrid Bührle-Gallet)
    Ab 14
  • Tara Sullivan, The Bitter Side of Sweet (Peter Hammer, aus dem Englischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina)
    Ab 14
  • Rebekka Frank, Stromlinien (Fischer)
    Ab 16
  • Isabelle Maroger, Lebensborn. Was meine Familie mit der NS-Rassenpolitik zu tun hat (Helvetiq, aus dem Französischen von Silv Bannenberg)
    Ab 16

Sachbuch

  • Laura Momo Aufderhaar/Verena Hochleitner, Was tun, wenn … Kleine Hilfe bei großen Katastrophen (kunstanstifter)
    Ab 9
  • Bibi Dumon Tak/Annemarie van Haeringen, Regenwurm und Anakonda. Was Tiere über sich erzählen (Gerstenberg, aus dem Niederländischen von Meike Blatnik)
    Ab 9
  • Lena Steffinger, Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen. Von psychischen Erkrankungen, Wutvulkanen und Therapiehunden (Beltz & Gelberg)
    Ab 9
  • Gamze Kubaşık, Semiya Şimşek, Christine Werner, Unser Schmerz ist unsere Kraft. Neonazis haben unsere Väter ermordet (Fischer Sauerländer)
    Ab 14
  • Roberto Grossi, Die große Verdrängung (avant, aus dem Italienischen von Myriam Alfano)
    Ab 16
  • Birgit Weyhe, Schweigen (avant)
    Ab 16

Jugendjury

  • John Schu, Louder Than Hunger (Fischer Sauerländer, aus dem Englischen von Maren Illinger)
    Ab 12
  • Tahsim Durgun, Mama, bitte lern Deutsch. Unser Eingliederungsversuch in eine geschlossene Gesellschaft (Knaur)
    Ab 14
  • Julia Engelmann, Himmel ohne Ende (Diogenes)
    Ab 14
  • Basma Hallak, Please unfollow (Arctis)
    Ab 14
  • Delphine Minoui, Badjens (Orlanda, aus dem Französischen von Astrid Bührle-Gallet)
    Ab 14
  • Tara Sullivan, The Bitter Side of Sweet (Peter Hammer, aus dem Englischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina)
    Ab 14

Sonderpreis Neue Talente – Autor:innen

  • Jona Manow
    Nominiert für
    Spion Nr. 9 und die Kunst, nicht aufzufallen (Mixtvision, illustriert von Julia Dürr)
    Ab 10
  • Franziska Hörner
    Nominiert für
    Und mir bleibt der hässliche Hund (Thienemann)
    Ab 13
  • Kurt Prödel
    Nominiert für
    Klapper (Ullstein Taschenbuch)
    Ab 15

Über den Deutschen Jugendliteraturpreis

Seit 1956, also seit 79 Jahren, zeichnet der Deutsche Jugendliteraturpreis jährlich herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur aus. Er ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. 

Die Kritikerjury vergibt den Preis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Ihr gehören neun Expert:innen an:

  • Prof. Dr. Lea Grimm
  • Prof. Dr. Iris Kruse (Vorsitzende)
  • Viktoria Milde
  • Sandra Rudel
  • Nele Schäfer
  • Prof. Dr. Gabriela Scherer
  • Johannes Schindlbeck
  • Dr. Ricarda Trapp
  • Tania Zaman

Die Jugendjury verleiht ihren eigenen Preis. Sie setzt sich aus bundesweit sechs Leseclubs zusammen: 

  • Die LesArtigen des Berliner Zentrums für Kinder-und Jugendliteratur LesArt 
  • EVAs Leseclub im Evangelischen Schulzentrum Muldental, Grimma 
  • Jugendleseclub Lesezeichen der Buchhandlung Neuer Weg, Würzburg 
  • Jugendleseclub der Stadtbücherei Landshut 
  • Lesewölfe der Buchhandlung Krumulus, Berlin 
  • LiteraTüröffner der Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena 

Weitere Informationen auf der Webseite des Arbeitskreises für Jugendliteratur, der den Wettbewerb ausrichtet.

Das Plakatmotiv zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 stammt von Antje Damm, die 2025 für ihr Gesamtwerk als Illustratorin geehrt wurde