Die Kunst des Protestierens

Manche Sachbücher ereilt eine traurige Aktualität. De Nichols zeigt in „Auf die Straße!“, welch gesellschaftliche Relevanz Kreativität entfalten kann. Und gibt Tipps für alle, die selbst aktiv werden möchten.

Es sind die Bilder aus Minneapolis, die in jüngster Zeit unter Beweis stellen, wie wichtig es ist, gegen Ungerechtigkeit aufzubegehren. Tausende Bürger:innen haben dort gegen den Einsatz von ICE-Beamten gegen Migrant:innen protestiert. Renée Good und Alex Pretty wurden dabei getötet. Die Lyrikerin Amanda Gorman schrieb Gedichte über sie, Sänger Bruce Springsteen verfasste einen Song, viele Menschen strickten rote „Melt the ICE“-Mützen in der Tradition von Norweger:innen, die sie in den 1940ern als Zeichen gegen Nationalsozialisten trugen. Nun werden die ICE-Beamten zurückgezogen.

„Dieses Buch soll dich ermutigen und dir Ideen an die Hand geben, Kunst als Sprachrohr zu nutzen, damit deine Anliegen Gehör finden“, schreibt De Nichols in ihrem Vorwort zu Auf die Straße! Kunst als Protest (Gerstenberg, übersetzt von Leena Flegler). Die Originalausgabe erschien bereits 2021 bei Big Picture Books, einem Imprint von Bonnier Books UK, und wurde 2023 mit einem Bologna Ragazzi Award ausgezeichnet. An Aktualität hat sie nicht verloren.

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