Ein Schubs ins Realistische

Wie erleben Verlage die aktuelle Situation im Kinder- und Jugendbuch? Auf welche Titel setzen sie – und könnten wir alle mehr tun für die Zukunft des Buches in einer demokratischen Gesellschaft? Teil 2 des Berichts aus Bologna

Verlagsmitarbeiter:innen, die nach Bologna fahren, sind vor Ort tendenziell gut gelaunt. Auch wenn ein enger Terminplan abzuarbeiten ist, wollen die meisten gern nach Italien. Ein paar Tage raus aus dem Alltag, keine zähen Meetings und keine Gespräche mit dem Controlling. Stattdessen Austausch mit Kolleg:innen aus verschiedenen Ländern, die Erkenntnis, dass andere ähnliche Probleme haben, sowie die ein oder andere Entdeckung und viele neue Kontakte: Das tut gut.

Es verschleiert aber nicht die Herausforderungen, vor denen die Branche steht. Der Buchhandel macht immer deutlicher auf wachsende Probleme aufmerksam. Kaufzurückhaltung bei den Kund:innen, steigende Löhne und Mieten – gerade erst hat David Mesche von der Buchbox in Berlin in einem Video auf Instagram erklärt, warum er die Fläche seines Ladens am Helmholtzplatz verkleinern muss – Gentrifizierung heißt das Schlüsselwort.

Dieser Inhalt ist nur für Abonnenten sichtbar. Jetzt mehr erfahren...
Dieser Inhalt ist nur für Abonnenten sichtbar. Jetzt mehr erfahren...