Leipziger Fotoalbum

Auf der Leipziger Buchmesse 2026 diskutiert die Branche über die Angriffe auf den Deutschen Buchhandlungspreis. Zugleich ist ein großes Publikumsinteresse am Thema Lesen wahrzunehmen. Mutmachende Momentaufnahmen.

Was bisher geschah:

Mittwoch, 18. März: Die erste Hälfte des Tages darf ich mit der Autorin und Illustratorin Miriam Zedelius verbringen. Gemeinsam radeln wir durch Parks in Richtung Baumwollspinnerei, in der sie einen Atelierraum hat. Ein Porträt lesen Sie demnächst auf BilderBuchMarkt.de.

Am Abend geht es dann ins Ring-Café. Wie wird der Vorabend der Leipziger Buchmesse in den kommenden Jahren aussehen? Die Zeit und Radio Bremen verliehen zum letzten Mal den Jahres-Luchs. Etwas später begann im Gewandhaus die Eröffnungsfeier der Leipziger Buchmesse, bei der sowohl aus dem Publikum als auch von den Redner:innen deutliche Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer geäußert wurde. Vor dem Gebäude hatte sich eine Demo gegen sein Agieren im Amt formiert. 

Donnerstag, 19. März: Am Morgen stehen vor dem Haupteingang bereits zahlreiche Menschen und warten auf Einlass. Das Publikumsinteresse an der Leipziger Buchmesse ist groß. An einigen Ständen bilden sich ebenfalls lange Schlagen – es wird kräftig eingekauft. Wichtiger Treffpunkt am Nachmittag: Auf der Großen Bühne in Halle 5 wird die Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis verkündet. Und um 17 Uhr lädt der Börsenverein zum Empfang ein. Angestoßen wird auf die 118 Buchhandlungen, die von der Jury mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurden. Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz bedankt sich ausdrücklich bei den anwesenden Jury-Mitgliedern, es herrscht eine herzliche und solidarische Atmosphäre. 

Freitag, 20. März: Der Tag beginnt mit einem Frühstück des Thienemann Verlags im Café Maitre, es folgt ein Messetag mit zahlreichen Begegnungen und Gesprächen. Thematisiert wird immer wieder das Vorgehen von Staatsminister Wolfram Weimer, aber auch die Resilienz und Solidarität der Buchbranche.

Samstag, 21. März: Die Tickets für den heutigen Tag sind ausverkauft. Da ich bereits am Nachmittag abreise, führt mich der Weg zunächst ins Museum der bildenden Künste, in der es eine Sonderausstellung unter dem Titel „Die Welt der Fäden“ zu sehen gibt. Besuche in den Buchhandlungen Wörtersee, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Der siebte Himmel und Ludwig zeigen, dass auch dort kräftig eingekauft wird – das Geld für Bücher wird also nicht nur auf dem Messegelände ausgegeben.

Allen, die auch den Sonntag auf der Messe verbringen, wünsche ich gute Begegnungen und Gespräche sowie nach dem Abbau eine glückliche Heimfahrt. Ein Messebericht folgt. 

Susanna Wengeler

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