Eva Rottmann hat einen Text von Wilhelm Busch als Vorlage für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Alltagsrassismus genommen. „Max und Murat“ eignet sich gut als Schullektüre, auch für Erwachsene.
Beginnen wir mit dem Nachwort: Darin beschreibt Eva Rottmann den Auslöser für ihren Text Max und Murat, der von Jokin Michelena illustriert wurde: Das war eine Studie der Uni Mannheim, die unter dem Titel Max vs. Murat – Effekte des Migrationshintergrunds bei der Diktatbeurteilung im Jahr 2018 veröffentlicht wurde. Sie zeigte auf Basis der Korrekturen von 204 Lehramtsstudierenden, dass sie Diktate achtjähriger Kinder mit Migrationsgeschichte mit schlechteren Noten bewerteten als die Ergebnisse ihrer Mitschüler:innen ohne Migrationsgeschichte.
Gerda Raidt erklärt Kindern, was Klassismus ist. Mit ihrem „Klassenbuch“ ergreift sie Partei und rüttelt auf. Ungewöhnlich für ein Kindersachbuch? Eher erstaunlich, dass es vor ihr noch niemand so gemacht hat.