Jüdisches Schneiderkind aus Brooklyn studiert Literatur und bringt schon während der Studienzeit Stücke auf die Bühne. Dann heiratet er Marilyn Monroe.
Egal, ob er über Hexenprozesse oder erfolglosen Einzelhandel schreibt – es ist immer der American Way of Life, den er aufspießt. Death of a Salesman ist eine präzise Studie über das Thema Lebenslüge, für das er den Pulitzerpreis erhält. Seine Hexenjagd ist die kostümierte Aufarbeitung der amerikanischen Kommunistenjagd.
Marilyn Monroe lernte er über den Regisseur Elia Kazan kennen. Die Erfahrung, so sehr im Mittelpunkt der öffentlichen Meinung, Neugierde und Entrüstung zu stehen, verarbeitete er in dem Drehbuch Misfits – das Marilyns letzter Film werden sollte.
Drehbücher und Theaterstücke lieferte er bis 1994, und in die konservative Politik mischte er sich Zeit seines Lebens ein. Zwei Tonys, ein Emmy, einen Pulitzer und heute meine Tafel. Herrn Mayers kleine Intendanz gratuliert zu 110 Jahren gesellschaftlichem Augenmaß und wünscht allen Menschen einen friedlichen Freitag.
Die Tafel des Tages beschriftet der Buchhändler und Branchenbetrachter Matthias Mayer täglich neu in seiner Buchhandlung namens Herrn Mayers Buchladen in Langenselbold.