Spectre sollte das große Oho im Craigschen Gesamtwerk werden. Aber man verpulverte den großartigen Christoph Waltz als Kistenteufel-Blofeld, der niemanden überraschte. Das Drehbuch war direkt bei Austin Powers geklaut, wo Dr. Evil der Zwilling des Helden war. Man hölzerte eine große Liebe zusammen, die niemanden so recht berührte. Das Titellied Writing’s on the Wall blieb nicht wirklich im Ohr. Gagdets? Leider nur leises Nanoblut und eine herkömmliche Explosiv-Armbanduhr von Omega.
Will ich denn so gar nichts loben? Doch. Craigs schiere, stiere Präsenz schnaubt Dir förmlich in den Nacken. Der Film war richtig teuer, und das sieht man ihm auch an – großes Kino in Regie und Kamera. Exzellente Nebenrollen von Fiennes bis Bautista, und zwei Ms in einem Film. Vielleicht war er doch besser als Quantum Trost.