Otto Feick, Sohn eines Pfälzer Schmieds, erinnerte sich seiner Kindheit im 19. Jahrhundert, als sein Vater ihm zwei Wagenreifen zusammenschmiedete, mit denen er immer den Berg herunterrollen konnte.
Der erwachsene Otto Feick kam aus der Kriegsgefangenschaft und zog 1921 in die Rhön, wo er eine Metallwerkstatt eröffnete und das Rad des Vaters nachbaute, mit sinnvollen Haltesprossen versah und perfektionierte. Patentanmeldung für das Reifenturngerät: 1925, aber kein Jahr später hieß es für immer Rhönrad.
Dann ging Feick damit auf Tour: Er führte es auf Messen vor und bei Sportverbänden; er zeigte es in England, Amerika und überall in Europa, bis hin zu den Olympischen Spielen. Erster Europacup 1992, erste WM 1995. International weiß man heute, was ein Rhönrad ist, aber man nennt es das Deutsche Rad, denn wir bleiben nun mal die Besten darin.