Tafel des Tages

1927 begann ein Professor an der Queensland University in Brisbane ein Langzeitexperiment, um die Viskosität von Pech zu untersuchen. Sie wissen schon: Pech. Dieses zähe, schwarze Material, das übrig bleibt, wenn man Teer destilliert. Im berühmten Pechtropfenexperiment fließt Pech durch einen Trichter. Das ist alles.
 
Es fließt nur eben un-glaub-lich lang-sam. Der erste Tropfen Pech fiel nach acht Jahren, der nächste nach sieben, dann wieder acht Jahre, und dann wurde es richtig zäh. Neun Jahre, dann zwölf, und der letzte Tropfen brauchte 14 Jahre. Selbst wenn der Tropfen fällt, braucht der Faden, der er zieht, immer noch Jahre, um sich zu lösen.
 
Es ist kein kontrolliertes Experiment, aber es steht im Guinnessbuch. Es ist auf jeden Fall das längste anhaltende Experiment der Welt, aber manche sagen, auch das langweiligste. Herrn Mayers geduldiger Buchladen gratuliert zu 25 Jahren „Tropfen Acht“ (in 98 Jahren Laufdauer) und wünscht allen Menschen einen friedlichen Freitag.
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