Was macht ein norwegischer Ingenieur, der seine Skier einwachsen will, dem aber das Gereibe, Gepinsel, Geschmelze und Geklecker zu viel Umstand war? Erik Rotheim erfindet einen Druckbehälter mit Treibgas, der sein Flüssigwachs als Lösung versprüht. Problem gelöst, Patent erteilt.
Die Sprühdose war aber zunächst kein Erfolg. Sie war notgedrungen dickwanding, unhandlich und schwer, und sie entleerte sich immer nur komplett. Das kam zwar bei Lackierern und Malern gut an, aber das blieb die einzige Nische für Druckversprühung von Halbflüssigkeiten.
Erst die Erfindung eines Sprühventils gute 15 Jahre später gab der Sprühdose ihre Alltagstauglichkeit, die sich wie so oft zuerst beim Militär herausstellte (Mücken-Spray / Fahrzeugwartung), bevor sie sich auch in Körperpflege und Schlagsahne niederschlug. Die erfolgreichste Sprühdosen-Anwendung der Welt bleibt das Haarspray. Treibgase bleiben ein strittiges Thema, auch wenn wir von den Fluorkohlenwasserstoffen runter sind.