Irgendwo zwischen Schreibmaschine und Stechuhr entstand 1961 ein Tarifwerk, das Aufwind verkündete; das versprach, Gerechtigkeit in Tabellenform zu gießen.
Ein Dokument von solcher Schwerkraft, dass es ganze Personalabteilungen in ehrfürchtiges Rascheln versetzte. Fortschritt bedeutete hier nicht Geschwindigkeit, sondern Nachvollziehbarkeit. Der BAT brachte Ordnung in die Welt der Angestellten im öffentlichen Dienst. Identität als Eingruppierung, römische Ziffer als Statussymbol. Ah, Du bist BAT IV.
Der BAT war kein Dokument für Schlagzeilen, sondern für Lebensläufe. Er regelte Karrieren in Halbschritten. Wer lange genug blieb, stieg auf – eine stille Utopie der Verlässlichkeit. Bis 2006 dachte eine ganze Generation von Angestellten in BAT-Kategorien, träumte in Vergütungsgruppen und wusste sehr genau, was „nach BAT“ bedeutete.