Schulen und Straßen sind nach ihr benannt: Bertha Sophia Felicita Freifrau von Suttner wuchs bemerkenswert privilegiert und gebildet im kaiserlich-österreichischen Hochadel auf. Je mehr diese Strukturen in Weltlichkeit zerbrachen, desto mehr musste Bertha von Suttner von dem leben, was sie konnte: denken und schreiben.
Sie machte mit pazifistischen Romanen und Streitschriften auf sich aufmerksam. Sie positionierte sich gegen Tierversuche und mit der Friedens-, bald auch der Frauenbewegung. Eigentlich überall, wo ein System sich selbst korrumpierte, wurde von Suttner laut und sichtbar und sagte Dinge und änderte sie.
1899 bereitete sie die erste Den Haager Friedenskonferenz vor. Roosevelt lud sie ins Weiße Haus ein, wo die Friedensbewegung weitaus fortgeschrittener war als in Europa – und das merkte Europa. Alfred Nobel selbst wollte ihr bereits 1901 den allerersten Friedensnobelpreis zusprechen.