Den amerikanischen Philosophen und Literaten Thomas Stearns Eliot kennt man heute weniger wegen seines Literaturnobelpreises oder seiner Bedeutung für die literarische Moderne. Spröde und anspielungsreich ist sein Werk, und The Waste Land wird gerne als großes amerikanisches Epos genannt.
Ich kenne ihn aus anderem Grunde: Denn er hat mal eine Handvoll Katzengedichte geschrieben, die Andrew Lloyd Webber dann weniger als Vorlage und vielmehr als Ausrede nahm, um sein Musical Cats zu komponieren. Das Wort Jellicle scheint sinn- und bedeutungsfrei oder zumindest unübersetzbar: Es ist eine kindliche Verschleifung von „Dear little“. So wie Katzen halt reden.
In Wahrheit kenne ich T.S. Eliot nicht mal deswegen. Ich kenne ihn, weil er ein reges gesellschaftliches Leben hatte und Briefwechsel mit Groucho Marx pflegte. Und das ist ein mehr als ausreichender Grund.
Herrn Mayers literarischer Kratzbaum gedenkt des Dichters 137. Geburtstag und wünscht allen Menschen einen jellicle Freitag.
Die Tafel des Tages beschriftet der Buchhändler und Branchenbetrachter Matthias Mayer täglich neu in seiner Buchhandlung namens Herrn Mayers Buchladen in Langenselbold.