Tafel des Tages: Erstes transatlantisches Telefonkabel

25. September 2026
Oh, man konnte durchaus über den Atlantik kabeln oder telefonieren: Es gab ein olles Kabel aus dem 19. Jahrhundert extra für Telegramme; man wusste also, wie Seeverkabelung geht. Und wer partout sprechen wollte, konnte die sauteure Langwellenfunkverbindung benutzen, das kostete aber einen Monatslohn. Je Einheit. Es war also wie immer eine Frage des Gelddrucks, bis Ehrgeiz auf Machbarkeit geschubst wurde.
 
Die Britische Post, der US-Gigant AT&T und zehn Prozent Kanada finanzierten das Projekt für vier Milliarden Euro (damals 120 Millionen britische Pfund) und schufen ein Sprechkabel zwischen Schottland und Neufundland. Mit dem neuen Transatlantikkabel wurde auch eine neue Kabelgeneration erschaffen. Das TAT-1 war geboren. Man brauchte eins für jede Sprechrichtung, und ganze 36 Gespräche passten hinein!
 
Bis 1978 hielt es und wurde dann ersetzt durch TAT-2. Das konnte schon doppelt so viele Gespräche. TAT-5 schaffte in den Achtzigern die Tausend, und mittlerweile sind wir an TAT-14 vorbei und rechnen nicht mehr in Gesprächskreisen, sondern in Terabit pro Sekunde, aber damit Sie mitkommen: Da passen locker 20 Millionen Gespräche durch. Und das Kabel ist noch heute wesentlich schneller als der Satellit.
 
Herrn Mayers stark verkabelter Buchladen gratuliert zu 70 Jahren Calling America und wünscht allen Menschen einen friedlichen Freitag.
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