Dr. med Heinrich Hoffmann hätte hier die komplette, ordentliche Laufbahn eines Mediziners, der im Sozialbereich tätigt ist (Arzt für Arme), vorzuweisen, unterrichtete bei Senckenberg und war angesehener Frankfurter Irrenarzt.
Unterdessen aber vertrieb er sich die Zeit mit albernen Versen und heiteren Stücken, die er als Heulalius Heulerich, Reimerich Kinderlieb oder Peter Struwwel veröffentlichte, damit von vornherein klar war, dass das nur ein Steckenpferd war. Aber bei diesem einen Weihnachtsbuch für seinen Sohn gab er sich besondere Mühe.
Der Erfolg vom Struwwelpeter ermutigte Hoffmann, sich zu seiner Autorenpersona zu bekennen. Natürlich blieb er zuvorderst ein respektierter Arzt. Aber auf lange Sicht wurden Zappelphilipp, Suppenkaspar, Hans-guck-in-die-Luft sein sein literarisches Erbe. Dr. Hoffmann, was haben Sie da nur getan? Heute nicht unumstritten; ich hab’s als Kind sehr geliebt.
Herrn Mayers literarisches Tintenfass gratuliert zu 217 Jahren Miau, Mio, und wünscht allen Menschen einen friedlichen Samstag.