Tafel des Tages: Johanna Spyri

Schweizerin aus situierter Familie, bekannt in Künstlerkreisen des 19. Jahrhunderts, ist in ihrer Ehe mit dem Juristen Spyri unglücklich und fängt nach Ermunterung von Leuten, die lesen können, das Schreiben an.
 
Spyri wurde zur Stadtschreiberin und pendelte familiär zwischen Zürich und dem biedermeierlichen Bremen. Ihre ersten Werke hatten durchaus Erfolg im Umfeld, teilweise und anonym. Aber erst, als sie 52 ist, geschieht etwas:
 
Heidi.
 
Heidis Lehr- und Wanderjahre sind die Keimzelle eines ganzen, weltweiten Franchises. Allerdings noch nicht 1879. Da sind sie erst einmal eine Weihnachtssensation und ein gesichertes, üppiges Einkommen für Johanny Spyri, die noch einen zweiten Band schreibt, erst noch ihren Mann aussitzt und sich dann einen guten Witwenlebensabend gönnt, nicht ahnend, dass ihr Werk Einnahmen bis in den heutigen Tag generieren wird.
 
Herrn Mayers kleine Almbuchhüttn gedenkt der One-Hit-Autorin zum 199. Holladiho und wünscht allen Menschen einen friedlichen Freitag.
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