Tafel des Tages: Peter Suhrkamp

In meiner Branche eine der bekanntesten Verlegergeschichten: Frankfurter Landwirtsohn Suhrkamp emanzipiert sich vom Elternhaus und schlägt den Weg der Bildung ein; lernt ein Instrument, wird Lehrer, wird Redakteur und lauter solcher unter Landwirten unüblicher Firlefanz.
 
1932 fängt Suhrkamp bei S. Fischer an; wird erst Geschäftsführer; dann rettet Suhrkamp den jüdischen Fischerverlag durch den Krieg hindurch; Suhrkamp und Hermann Hesse verabschieden sich gemeinsam von Fischer und gründen endlich: den Suhrkamp-Verlag.
 
1952 stellte Suhrkamp Siegfried Unseld ein; und gedeihen konnte die Suhrkamp-Kultur. Der Rest ist Unselds Story, der ja dann seinerseits eine Verlegerlegende wurde. Aber was für Zeiten das waren, in der Adorno oder Max Frisch zum deutschen Völligselbstverständnis der Gegenwart gehörten.
 
Herrn Mayers kleiner Buchladen gratuliert zu 135 Jahren Verlegerlegende und wünscht allen Menschen einen friedlichen Samstag.
 

Die Tafel des Tages beschriftet der Buchhändler und Branchenbetrachter Matthias Mayer täglich neu in seiner Buchhandlung namens Herrn Mayers Buchladen in Langenselbold. 

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