In meiner Branche eine der bekanntesten Verlegergeschichten: Frankfurter Landwirtsohn Suhrkamp emanzipiert sich vom Elternhaus und schlägt den Weg der Bildung ein; lernt ein Instrument, wird Lehrer, wird Redakteur und lauter solcher unter Landwirten unüblicher Firlefanz.
1952 stellte Suhrkamp Siegfried Unseld ein; und gedeihen konnte die Suhrkamp-Kultur. Der Rest ist Unselds Story, der ja dann seinerseits eine Verlegerlegende wurde. Aber was für Zeiten das waren, in der Adorno oder Max Frisch zum deutschen Völligselbstverständnis der Gegenwart gehörten.