Was tun?

Die Lesekrise hat nun auch den Buchmarkt erreicht, schließt der Börsenverein aus seinem heute veröffentlichten Bericht „Buchmarkt kompakt 2025/2026“. Ein Blick auf die Zahlen und Überlegungen zu den Konsequenzen.

Es war schon ernst, nun wird es noch ernster: Der Umsatz der Buchbranche lag im Jahr 2025 mit 9,62 Milliarden Euro um 2,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Dies teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels heute mit und definierte mit dem „sich immer weiter verschlechternden Zustand der Lesekompetenz in Deutschland“ auch gleich einen Hauptgrund für die negative Entwicklung.

Denn der Bericht „Buchmarkt kompakt 2025/2026“ zeigt: Die Zahl der Buchkäufer:innen zwischen zehn und 15 Jahren ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 30,6 Prozent zurück, die Ausgaben in dieser Altersgruppe sanken um 23,8 Prozent. Jüngere Leser:innen sind nicht erfasst.

Dass die Zehn- bis 15-Jährigen reihenweise die Bibliotheken für sich entdeckt haben und dort weiterlesen, ohne Geld im Buchhandel zu lassen, ist eher unwahrscheinlich. Klar erkennbar aber dürfte sein, dass sie zum größten Teil Grundschüler:innen waren, als wir es mit Corona zu tun hatten.

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