Die internationale Kinderbuchmesse in Bologna zeigte sich erneut als wichtiger Treffpunkt für Kinderbuchschaffende aus aller Welt. In politisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten wächst insbesondere unter den Kreativen der Wunsch nach Zusammenarbeit statt Konkurrenzkampf. Beobachtungen aus vier trubeligen Tagen. Teil 1: Die Welt der Illustrator:innen.
Wegen des Wetters ist man in diesem Jahr nicht nach Bologna gefahren. Ab Sonntagnachmittag bot die schöne Stadt ihren Besucher:innen bis Mittwoch vor allem Nieselregen. Erst am Donnerstag klarte der Himmel auf. Für die Bologna Children’s Book Fair bedeutete das deutlich vollere Hallen. Führt man sonst gern das ein oder andere Gespräch auf dem Hof, blieb man diesmal lieber drinnen.
1.540 Aussteller:innen aus über 90 Ländern zählte der Veranstalter in diesem Jahr. Neu dabei waren Barbados, Kamerun, die Elfenbeinküste, Nepal, Ruanda, Senegal, Trinidad und Tobago, Uruguay, Usbekistan und Sambia. Insbesondere die Comics Corner-Fläche, der Bereich, auf dem sich die Comicverlage an Tischen und Regalen präsentieren, war deutlich gewachsen, laut Veranstalter in Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent. Zugleich bedeuteten 32.652 Fachbesucher:innen einen leichten Rückgang von zwei Prozent. Er dürfte der Weltlage ebenso geschuldet sein wie zahlreichen gestrichenen Flügen aufgrund von Streiks.